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Gesund Essen mit TCM

Extremdiäten, einseitige Kost und Fastenkuren kosten Ihrer Mitte (Milz und Magen) viel Qi – Energie. Die geschwächte Milz schafft es nicht mehr die Feuchtigkeit umzuwandeln und abzutransportieren. Dadurch  können sich Kälte, Feuchtigkeit und Schleim im Körper ansammeln.

Feuchtigkeit und Schleim zeigen sich z.B. in Übergewicht, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, breiigem Stuhl, Wasseransammlungen, Gelenkbeschwerden, Cellulite, Infektanfälligkeit, Konzentrationsproblemen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, verschleimten Rachen, häufige Nebenhöhlenentzündungen, Diabetes, Metabolisches Syndrom…

 

Die Verdauung

Man kann sich die Verdauung so vorstellen wie einen Topf, der über einem Feuer hängt. Das Feuer steht für die Nierenkraft. In den Nieren wird die uns zur Verfügung stehende Energie gespeichert, und damit diese Kraft nicht versiegt, muss laufend Energie nachgebildet werden. Dies passiert indem die Nahrung  in den Topf (Magen-Milz-System) gefüllt wird. Je mehr die Nahrung dabei einem leicht verdaulichen Brei ähnelt, desto leichter fällt es unserem Körper daraus Energie zu bilden. Die Dämpfe, die vom Kochtopf aufsteigen, wandern hinauf zur Lunge, verbinden sich mit der Energie der Atmung und bilden zusammen unsere Energie – unser Qi – das wiederum zu den Nieren gesendet wird und dort gespeichert wird. Je gröber, fetter oder schwerer bekömmlich der Brei ist, desto mehr Feuer ist notwendig um ihn zu zersetzen. Je heißer das Feuer, desto leichter brennt etwas an im Topf. Statt der feinen Dämpfe entsteht Feuchtigkeit/Schleim, die Energiekanäle werden blockiert und wir fühlen uns müde und erschöpft nach dem Essen. Ist der Verdauungsprozess optimiert, ist wenig Feuer (Nierenenergie) notwendig, und unsere Speicher werden optimal gefüllt.

Getränke

Nicht gut bekömmlich:

  • Trinken während des Essens verdünnt die Verdauungssäfte und Enzyme  
  • kalte, gesüßte, aromatisierte und kohlensäurehaltige Getränke können die Mitte (Magen und Milz) schwächen
  • koffeinhaltige Getränke, genießen Sie wenn nötig bewußt 1-2 Tassen Kaffe am Tag, besser ist Getreidekaffee
  • Alkohol

gut bekömmlich:

  • Wasser, am besten warm evtl. aromatisiert mit frischer Kräutern oder etwas Saft (naturrein ohne Zusätze). Trinken Sie morgens nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser, das heizt Ihrer Verdauung ein und ersetzt verlorengegangene Flüssigkeit in Ihrem Körper. Trinken Sie, wenn Sie Durst haben. Bei warmen Wetter und trockener oder salziger Nahrung benötigen Sie eine höhere Trinkmenge und ebenfalls wenn Sie viel Sport treiben oder körperlich arbeiten.
  • Kräutertee 

 

Iss regelmäßig, verzichte auf keine Mahlzeit!

Jede ausgelassene Mahlzeit schwächt das Verdauungsfeuer, Ihr Darm wird träge und kraftlos, die Mitte (Milz / Magen) wird geschwächt wodurch sich wiederum Feuchtigkeit und Schleim ansammeln kann. Sie bekommen Heißhungerattacken, denn mit einem ausgelassenem Frühstück fehlt Ihrer Milz die Energie und diese wird sie sich holen, in dem sie sehr laut nach Nahrung schreit. Die Quelle allen Schleimes ist die Milz. Die Milz liebt die Regelmäßigkeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen, um die Milz in ihrer Funktion des Umwandelns und Transportierens nicht zu beeinträchtigen. Ständige kleine Zwischenmahlzeiten über den Tag verteilt führen durch eine Überlastung zu einer Erschöpfung des Milz-Qi.

 

Iss nicht zu viel Brot und toaste Dein Brot!

Brot fördert die Feuchtigkeitsansammlung im Körper und ist schwer verdaulich. Wenn sie Brot essen, vermeiden sie Körner- oder Schwarzbrot, bevorzugen sie ein Mischbrot und toasten Sie das Brot vorab. Essen Sie das Brot zu einer warmen Mahlzeit. Essen Sie kein frisches, noch feuchtes Brot.

Essen Sie wenig Käse oder Wurst und kaum süße Aufstriche, greifen Sie auf selbst gemachte Gemüseaufstriche zurück. Essen Sie nicht im Gehen mal eben ein Brötchen vom Bäcker, Ihr Körper hat nichts davon.

 

Dünsten Sie Ihr Fleisch

Fleisch, welches zu stark erhitzt, frittiert oder durchgebraten wird, schwächt ihr Verdauungsfeuer und heizt Ihnen zu stark ein. Kochen oder dünsten Sie Ihr Fleisch besser! Zuviel Fleisch bewirkt die Ansammlung von Feuchtigkeit in Ihrem Körper. 1-3 mal wöchentlich Fleisch/Aufschnitt sollten genügen.

Wenn Sie ein Mensch mit Milz-Qi / Yang-Schwäche sind, viel frieren und eher schwach und blass sind, sollten Sie 1-3 mal pro Woche Fleisch essen, denn Fleisch wärmt und baut auf. Wenn Sie eher ein Mensch mit Hitzewellen, rotem Kopf oder Bluthochdruck sind, sollten Sie weniger Fleisch verzehren und auf das Grillen, Frittieren und starkes Anbraten verzichten. Essen Sie Fleisch wie eine Beilage, 150 Gramm sind ausreichend. Essen Sie sich an Reis und Kartoffeln oder an Getreide sowie viel Gemüse satt. Verzichten Sie auf rotes Fleisch (Schwein, Rind), besser geeignet ist Geflügel oder Fisch. Essen Sie Fleisch in Bio-Qualität.

Verzichten sie auf Fast Food, es schwächt die Mitte und bringt Feuchtigkeit und Hitze in den Körper.

 

Reduzieren Sie Ihren Milchkonsum oder verzichten Sie ganz darauf

Milch bringt Feuchtigkeit in den Körper, die eine geschwächte Milz nicht umwandeln und abtransportieren kann. Die Ansammlung von Feuchtigkeit führt zu Schleim und bewirkt Schwäche, Verdauungsträgheit und Stagnation und damit – Übergewicht. Ersetzen Sie die Kuhmilch durch pflanzliche Produkte wie Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch in Bio-Qualität oder Dinkelmilch. Sie können mit Pflanzenmilch auch hervorragend kochen und backen. Für Kinder und Erwachsene ist Kakao nicht gut für die Milz, Kakao ist süß und Milch schleimt sehr stark. Besonders infektanfällige, allergische oder konzentrationsschwache Menschen sollten auf Kuhmilch verzichten. Joghurt kühlt aus und bringt ebenfalls Feuchtigkeit in den Körper, essen Sie Joghurt nur in kleinen Mengen und nur in der warmen Jahreszeit insbesonders wenn Sie schnell unter Infekten leiden. Seitdem die Chinesen Milchprodukte für sich entdeckt haben, steigt die Allergierate und das Übergewichtrisiko auch in China.

 

Reduzieren Sie Käse in Ihrem Speiseplan

Käse ist ebenso wie Kuhmilch verschleimend und bewirkt eine Feuchtigkeitsansammlung. Dies gilt insbesondere für Weichkäse wie Mozarella, Hüttenkäse, Camembert und Quark, was bereits an der Konsistenz dieser Produkte erkennbar ist. Hartkäse in kleinen Mengen ist geeigneter. Essen Sie Käse nur begleitend zu einer warmen Mahlzeit. Feta oder Ziegenfrischkäse ist besser geeignet.

 

Essen Sie weniger Rohkost.

Rohkost und kalte Speisen und Getränke schwächen die Milz. Besonders bei Kälte- und Feuchtigkeits-Symptomen unterstützen lang gekochte Nahrungsmittel die Funktion der Mitte (Magen/Milz). Die wichtigste physiologische Funktion des Mittleren Erwärmers (Milz, Magen, Darm) besteht in der Reifung und Fermentierung der Nahrung. Durch Zerkleinern und Kochen der Speisen wird diese Aufgabe unterstützt. Die Verwertung von Rohkost und Salaten ist für den Mittleren Erwärmer belastend.

Rohkost kann von einer schwächeren Milz-Energie kaum verdaut werden. Dieser Verdauungsprozess fordert von Ihrer Milz viel Energie. Sie wird energetisch ausgezehrt und ist noch weniger in der Lage Feuchtigkeit umzuwandeln, was als Übergewicht im Körper liegen bleibt. Ein aufgeblähter Bauch hat auch etwas mit zu viel kalter Rohkost zu tun. Zuviel Salat tut gar nicht gut, im Sommer ist Salat besser zu verdauen als im Winter.

Die kalte rohe Nahrung muss von der Milz erst auf Körpertemperatur gebracht werden und von Kühlschranktemperatur auf Körpertemperatur erhitzt werden, das entzieht der Milz Ihre dringend benötigte Energie. Das hat zur Folge, dass Sie sich schlapp fühlen, kalt, energielos, kränklich und müde. Reduzieren Sie Rohkost deutlich und tauschen Sie sie gegen gekochte Kompotte und gekochtes oder gedünstetes Gemüse aus.

 

Essen Sie in freundlicher, entspannter Atmosphäre ohne Zeitdruck und im Sitzen.

Nehmen Sie sich Zeit bei der Mahlzeit und diskutieren oder ärgern Sie sich nicht am Tisch! Das Qi aus der Nahrung wird gut verwertet, wenn es eine schöne Stimmung bei Tisch ist. Verbringen Sie die Mahlzeiten mit lieben Menschen und nicht alleine. Einsamkeit verstärkt eine Leber-Qi-Stagnation und lässt das Nähr-Qi nicht frei fließen. Vermeiden Sie aufregende Diskussionen oder Streitthemen bei Tisch.

 

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